Viele Ertrinkungsfälle wären vermeidbar!
Ein Großteil der Ertrinkungsfälle ist vermeidbar!
Modernes Anfangsschwimmen vermittelt entscheidend mehr Sicherheit und Vielseitigkeit!
Es kann zusätzlich mehrere Jahre früher erfolgen!
Unfälle geschehen viel zu häufig, weil elementare Sicherheitsaspekte im gängigen Unterricht bislang gänzlich unbeachtet bleiben und Anfänger nach wie vor zu spät, zu einseitig sowie nicht kindgerecht an das Schwimmen herangeführt werden! Entgegen sportpädagogischer Grundregeln konfrontiert man sie stattdessen vorwiegend (und meist von Anfang an) mit den kompliziertesten Bewegungsmustern des Sportschwimmens! Ferner ist man weit davon entfernt, die generell zunehmend ungünstigeren zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen bei der Unterrichtsorganisation zu berücksichtigen.
Uwe Legahn, Leiter der Schwimmschule DELPHIN, Autor und Präsident des Bundesverbandes für Aquapädagogik schickt in diesen Tagen 500 von der SIGNAL IDUNA Versicherung gesponserte Extrakte seines neuen Buches* mit einer DVD an die verantwortlichen Institutionen der vielbeschriebenen Skandalsituation des bundesdeutschen Schwimmunterrichts, dessen dringend notwendige Reform damit auch "von oben herab" in Gang gesetzt werden soll.
Inhaltlich stehen die Kernaussagen der vom Autor entwickelten Aquapädagogik und deren Realisierung im Focus. Sie zeigen auf, dass es im großen Stil möglich ist, Kindern deutlich vor ihrem ersten Schulbesuch über den motorischen Lernprozess hinaus zu einem mehrjährigen Vorsprung an größtmöglicher Wassersicherheit und Bewegungserfahrung sowie zu frühem Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz zu verhelfen. Das Konzept stellt zunächst (über-)lebenswichtige Sicherheitsaspekte in den Vordergrund.
Die Schreckreflexumkehr bildet dabei den Kernpunkt, der als "Airbag des Schwimmens" im Notfall zuverlässig und lebensrettend die allermeisten Schwimmkatastrophen verhindert. Eine ähnliche Bedeutung kommt der Fähigkeit des passiven Schwimmens zu, die im herkömmlichen Unterricht ebenfalls kaum eine Rolle spielt. Im Sinne praktizierter Sportökonomie kennzeichnen zudem ungewöhnliche, aber besonders kleinkindgerechte Organisationsformen das Konzept. Das Ergebnis ist ein mehrjähriger Sicherheitsgewinn, den Uwe Legahn mit der Schutzwirkung von Kopfstützen, Airbags, Sicherheitsgurten und Knautschzonen im modernen Automobilbau gleichsetzt.
Wassertypische, alltägliche Missgeschicke, an denen abzeichendekorierte Pseudoschwimmer aller Altersgruppen häufig kläglich scheitern und anschließend die Unfallstatistiken füllen, werden bereits von Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren souverän und routiniert gemeistert, meist jedoch nicht einmal als bedrohlich wahrgenommen!
Mehrere tausend Kinder sind bereits nach diesem Konzept ausgebildet worden.
Würden genannte Neuerungen im Unterricht berücksichtigt, ließen sich zukünftig einige Menschenleben retten und unzählige traumatische Erlebnisse mit bösen Folgen vermeiden!
Daher ist es an der Zeit, den Schwimmunterricht auf den Kopf zu stellen!
Es reicht nicht, wenn man im konservativen Lager die deutschlandweit zunehmend hohe Rate von schwimmunfähigen Kindern und Jugendlichen seit Jahren zutreffend als Skandal darstellt, die Situation generell mit äußeren Einflüssen begründet und sich ansonsten in Schuldzuweisungen in alle Richtungen verliert.
Auch die angestrebte Verlagerung der schulischen Schwimmausbildung in die beiden ersten Schuljahre sowie die teilweise Abkehr vom Brustschwimmen als Erstschwimmart werden nur dann zu einer durchgreifenden Verbesserung führen, wenn sie als erste Schritte eines längeren Weges verstanden und mit der Bereitschaft zur selbstkritischen Überprüfung der herkömmlichen Unterrichtskonzepte und Umsetzung notwendiger Konsequenzen verbunden werden.
Aktuell werden moderne Ansätze weiterhin ignoriert. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die zweifellos skandalöse Situation des Anfangsschwimmens vor allem intern und weit weniger extern zu verantworten ist.
Aktualisiert ( Montag, den 28. September 2009 um 09:59 Uhr )




