Zum Babyschwimmen

... Heute wird Babyschwimmen in zahlreichen Bädern angeboten. Die Kinderärzte behandeln das Thema nunmehr weitgehend neutral und kaum ein Elternpaar beschäftigt sich nicht wenigstens am Rande bereits vor der Geburt des Kindes damit. Die Angebote reichen vom "Warmbadetag", wo die jungen Familien ohne Anleitung auf sich allein gestellt sozusagen "in der großen Badewanne" das Wasser neu entdecken können bis zum qualifizierten alters- und entwicklungsgemäß gestaffelten Kursangebot mit inhaltlicher Struktur und Zielsetzung. ...
... Hier tritt daher ein solides und auf Kontinuität basierendes pädagogisches Konzept an Stelle von bewachtem Gelegenheitsplantschen nach dem Lust-und-Laune-Prinzip. Alles geschieht kindgerecht und spielerisch - aber gleichzeitig auch zielgerichtet und anspruchsvoll. Kinder wollen und sollen gefördert und gefordert werden. So ist die Chance sehr groß, dass sie mit Hilfe von Eltern und Kursleiter langfristig - und vor allem behutsam und individuell angeleitet - in das frühe Schwimmen hineinwachsen können. ...
... Für die "Babyschwimmer" entsteht so in unverantwortlichem Leichtsinn eine gefährlich große Lücke bis zum späteren Anfangsschwimmen mit dem Ziel der sicheren Wasserbewältigung, dass nach wie vor zumeist erst für 6jährige angebotenen wird.
Wer mit dem Babyschwimmen beginnt, muss das soweit fortführen, bis die Kinder zumindest die alltäglichen Notsituationen im Wasser sicher meistern! Für geradezu strafrechtlich relevant halte ich es, wenn Eltern durch die Experten nicht rechtzeitig und deutlich auf diese realen Gefahren hingewiesen werden! ...